Einblicke in die tschechische Verwaltung

Ein Seminar in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung Dresden und der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Vom 02.-03. März 2006.

 

 


Während dieses Seminars erhielten die Teilnehmer - Mitglieder der öffentlichen Verwaltung und Mandatsträger im Freistaat Sachsens - eine „Innenansicht“ der öffentlichen Verwaltung unseres Nachbarn Tschechien.

 

Das zweitägige Seminar vermittelte nicht nur eine bessere Kenntnis über die formalen Strukturen in der Verwaltung, sondern ermöglichte auch ein Kennenlernen der Kollegen, der tschechischen Verwaltungsangestellten, und ihrer Sprache.

Am ersten Tag hörten die Teilnehmer im Brücke/Most-Zentrum Dresden zwei Vorträge über die Entwicklung der Verwaltungsstrukturen in der Tschechischen Republik seit 1989. Aufgrund der kommunistischen Altlasten waren vielerlei Reformen der tschechischen Verwaltung nötig, die das gesamte System relativ kompliziert erscheinen lassen. Nicht einfach ist zudem die Übertragung der Begrifflichkeiten ins Deutsche.

Bei einem kleinen Sprachkurs "Mluvíte český?" konnten die Teilnehmer in die tschechische Sprache hineinschnuppern und sich die wichtigsten Begriffe, Höflichkeitsformeln und Anreden gleich für den nächsten Tag merken. Anschließend standen Übungen zur interkulturellen Kommunikation auf dem Programm, die für Unterschiede und Gemeinsamkeiten im interkulturellen Bereich sensibilisierten.

Damit es nicht nur bei der Theorie blieb und das Gelernte auf allen Gebieten gleich angewandt werden konnte, erwartete die Teilnehmer am zweiten Tag eine Exkursion nach Ústí nad Labem.

Im Schlösschen Vetruse trafen die Teilnehmer auf aufgeschlossene und gastfreundliche tschechische Beamten, die sie ebenfalls einen "Einblick" in das Nachbarland von dem Treffen erwarteten. Die Gastgeber stellten sich und ihre Zuständigkeitsbereiche vor, so dass die Gäste zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche fanden.
Auch der Vertreter des Aussiger Oberbürgermeisters, Herr Tomáš Jelinek, war unter den Gastgebern. Als die Deutschen bei der Vorstellung ihrerseits anfingen, tschechisch zu sprechen, waren die Tschechen sichtlich beeindruckt! Im Anschluss kam es zu regen Gesprächen, Fragerunden, Diskussionen mit den tschechischen Experten.

Anschließend genoss die Gruppe ein gemeinsames Mittagessen, und zwar ein typisch tschechisches Gericht: Svíčkova (Lendenbraten mit Sahnesauce und Knödel). Dabei konnten sie sich der wunderschönen Aussicht ins Elbtal erfreuen.

Der Besuch der Stadt wurde mit einem ausführlichen Stadtrundgang mit historischen Erläuterungen durch den Leiter des Stadtarchivs, Herrn Vladimir Kaiser, ergänzt. Im Anschluss erläuterte Frau Kristina Kaiserova die Ziele, HIntergründe und Vorhaben des Collegium Bohemicum. Dieses 2004 gegründete Institut forscht zur Geschichte der Deutschen in böhmischen Ländern.

Etwa um 16:30 Uhr begaben sich die Teilnehmer nach einem gelungenen Ausflug auf die Rückfahrt nach Dresden.

Ina Gamp-Lämmer und Kateřina Matasová

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