Ausstellungseröffnung im Görlitzer Rathaus
Zur Eröffnung hielt Herrn Hoche, Ratsarchivar der Stadt Görlitz eine Begrüßungsrede. In dieser Einführung ging er besonders auf den Standpunkt Görlitz und die Geschichte der regionalen Bevölkerung unter dem Gesichtspunkt der Vertreibung ein. So sprach er von der Vertreibung während und nach dem Zweiten Weltkrieg und von der heutigen Zeit, in der die Bewohner der Grenzregionen wieder aufeinander zu gehen.
Anschließend gab Frau Gamp-Lämmer, Autorin der Ausstellung und Pädagogische Leiterin der Brücke/Most-Stiftung, einen inhaltlichen Überblick der Ausstellung, welche das Kriegsende aus dem Blickwinkel der Opfer darstellt. Hierzu wurde zu jeder Tafel ein Zeitzeuge befragt und dessen Geschichte erzählt. So beispielsweise auf Tafel 3, welche das Schicksal von Pavel Stránský stellvertretend für das Tausender darstellt, die Konzentrations- und Vernichtungslager und Todesmärsche erleben mussten. Angesichts der 61. Wiederkehr des Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar ist gerade dies eine wichtige Erinnerung: im Dreiländereck gab es eine Reihe von Konzentrations- und Arbeitslagern. Viele von ihnen wurden, so wie auch Auschwitz kurz vor der Befreiung, evakuiert - zahlreiche dieser Todesmärsche verliefen auch durch sächsisches Gebiet.
