
„Winnetou August“ – Kriegsende und Vertreibung aus Sicht eines kleinen Jungen. Theodor Buhl erzählt die Geschichte einer Familie in Schlesien, die in den Wirren des letzten Kriegsjahres und der Monate danach um ihre Existenz kämpft. Und es ist die Geschichte des achtjährigen Rudi, der Schreckliches sieht und die Ereignisse zugleich als Abenteuer erlebt: das Näherrücken der Roten Armee, der Verlust des Elternhauses, die Flucht kreuz und quer durch Schlesien. Theodor Buhl, geboren 1936 in Bunzlau/Niederschlesien, formt aus Erinnerungen eine fast gespenstisch präzise literarische Vergegenwärtigung von Kriegsterror, die zugleich vorführt, wie Erinnerungen entstehen. So nimmt der Roman einer Kindheit Gestalt an, wird in seiner idiomatischen Genauigkeit – frei von Nostalgie oder Heimeligkeit – zum Bild und Zeugnis einer Zeit.
Ort: Brücke/Most-Zentrum Dresden
Uhrzeit: 19:30
http://www.bruecke-most-stiftung.de
Kontaktperson: Tobias Kley
Eintrittspreis: Eintritt frei